Landesmeisterschaft 1. Runde Herzogenburg - BGSC ASKÖ RAIBA Leobersdorf

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Landesmeisterschaft 1. Runde Herzogenburg

Sonntagmorgen, Punkt acht Uhr, wolkenloser blauer Himmel, strahlender Sonnenschein: Auf der Miniaturgolfanlage im Anton-Rupp-Freizeitzentrum in Ossarn herrschte zu dieser Zeit schon reges Treiben – eine große, mit vielfältigen Blumen gezierte, für das Auge wohltuende Anlage, in deren Mitte sich ein steinerner Hügel mit Sitzbänken erhebt, wo den Spielerinnen und Spielern gestattet ist, sich während des Bewerbs aufzuhalten, um eine Zwischenmahlzeit einzunehmen, Fotos zu knipsen oder das Spiel der Vereinskollegen von Bahn zu Bahn mitzuverfolgen. Vorbei an dem eigens für die Landesmeisterschaft aufgebauten, Schatten spendenden Zelt mit weißer Plane erstreckte sich zwischen den Bahnen hindurch eine Absperrung bis zum Ausgang. Daneben kauert eine kleine Holzhütte, wo die Gäste bei jedem Turnier des MGC ASKÖ Herzogenburg von sehr freundlichen Damen und Herren mit ausgezeichneten Gerichten, erfrischenden Getränken und exquisiten Mehlspeisen verwöhnt werden.

Siebenundachtzig Starter und siebzehn Mannschaften maßen sich unter Wettkampfbedingungen am ersten Spieltag der niederösterreichischen Freiluft-Landesmeisterschaft. Der BGSC Leobersdorf gastierte mit zwei Spielerinnen und vier Spielern in Herzogenburg. Zwei unerwartete Ausfälle schwächten unseren Verein enorm, denn Gerhard und Petra Perischa mussten leider grippebedingt das Bett hüten. Aus diesem Grund konnten wir lediglich mit einer Herrenmannschaft an den Start gehen, die sich aus Schöller Manfred, Riebel F. Michael, Perischa Mario und WERNER Hans-Peter zusammensetzte und die – unerfreulicherweise – mit vierzehn Schlägen Rückstand auf die drittplatzierte Mannschaft weit zurückliegt.  

Mit 103 Schlägen und einem Schnitt von 25,750 scheint Schöller Manfred derzeit als Sechster bei den männlichen Senioren 2 in der Ergebnisliste auf, schlaggleich mit dem Kremser Willinger Gerhard und sechs Schläge hinter dem Drittplatzierten Trailovic Miodrag, einem weiteren Spieler des BGC Krems Wachau. Trainingsweltmeister Abraham Wilhelm vom UBGC Baden setzte sich in seiner Kategorie mit 89 Schlägen an die Spitze, der Badener Heschl Paul ist ihm mit 93 Schlägen dicht auf den Fersen. Durchaus könnten dem Leobersdorfer Manfred Schöller vier gute Runden am zweiten Spieltag im Juni noch einen Podestplatz und eine Medaille einbringen.  
Seine Gattin Elisabeth Schöller hat bei den weiblichen Seniorinnen 1 ebenso noch die realistische Chance auf eine Medaille. Denn der Rückstand auf die Drittplatzierte, Eva Reiländer vom SV OMV Gänserndorf, ist nur minimal und mit einem guten Spiel noch aufzuholen. Diese Kategorie wird momentan von der sehr gut spielenden Gänserndorferin Riegler Petra mit 96 Schlägen angeführt, knapp dahinter die Badenerin Heschl Regine auf Rang zwei. Unsere zweite weibliche Teilnehmerin Wirth Hildegard hatte mit der Schwierigkeit dieser Anlage zu kämpfen und kam über den zehnten Platz leider nicht hinaus.

Routinier Michael Riebel erwischte auch nicht seinen besten Tag: Mit 107 Schlägen und einem Schnitt von 26,750 landete er bei den männlichen Senioren 1 nur auf Rang zwölf und ist schlagmäßig von einem Medaillenrang vermutlich schon zu weit entfernt. Lokalmatador Stingl Egon zeigte hier mit 88 Schlägen die beste Einzelleistung, der Gänserndorfer Riegler Michael, der Zweitplatzierte, konnte ihm mit 90 Schlägen fast Paroli bieten und auch der Tscheche Qualich Igor hielt mit 91 Schlägen gut dagegen.

So viel hatte sich Hans-Peter WERNER für diese Landesmeisterschaft vorgenommen, doch leider kostete ihn sein erspieltes Endergebnis (100 Schläge) einen möglichen Spitzenplatz, was sich schon nach zwei eher mäßigen Durchgängen abgezeichnet hatte. Immerhin besteht auch für ihn noch die Möglichkeit, zum erhofften Edelmetall zu kommen, sollte er es am zweiten Spieltag zustande bringen, die fehlenden fünf Schläge auf den Drittplatzierten, Joszt Patrick vom UBGC Baden, wettzumachen. Mario Perischa hingegen bewies an diesem Wochenende, dass auch er richtig gut Minigolf spielen kann und hat von unserem Verein noch die besten Chancen, am Finaltag womöglich eine Medaille um den Hals tragen zu können. Nach einem durchwachsenen Start folgten zwei sehr gute Durchgänge, die ihn prompt vom dicht gedrängten Mittelfeld auf Rang vier katapultierten – nur zwei Schläge hinter den Ex-Leobersdorfer Patrick Joszt. Mit wunderschön ausgeführten 88 Schlägen liegt der junge Topspieler aus Gänserndorf, Herbert Ziegler, in der Herrenkategorie voran, drei Schläge dahinter der Herzogenburger Manuel Flicker, der mit Sicherheit auch zu den Topfavoriten auf den Landesmeistertitel zählt.

Beim Relegationsbewerb um den Verbleib in der Landesliga wurde der SV OMV Gänserndorf seiner Favoritenrolle vorerst gerecht und konnte in allen vier Runden sowohl die Mannschaft des BGT Raika Wieselburg als auch die Mannschaft des BGC Krems Wachau jeweils um einige Schläge hinter sich lassen. Ein Verein bleibt nächste Saison bereits fix in der Oberliga: der 1. MGC Vösendorf, der freiwillig auf die Teilnahme am Relegationsbewerb verzichtete.

Mitte Juni geht die Freiluft-Landesmeisterschaft mit dem Spieltag auf der Miniaturgolfanlage des UBGC Baden in die zweite Hälfte, wo es in den einzelnen Kategorien an der Spitze sicher noch hauchdünne Entscheidungen um die Medaillen geben wird – hoffentlich auch mit erfreulichem Ausgang für den BGSC Leobersdorf!
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