Landesliga Runde 3 BAC - BGSC ASKÖ RAIBA Leobersdorf

BGSC ASKÖ RAIBA Leobersdorf
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Landesliga Runde 3 BAC Baden

Wie ein Düsenjet die Schallmauer durchbrachen manche Spielerinnen und Spieler mit einem freudigen Jubelschrei die Sonntagsruhe auf dem Minigolfplatz in Baden. Oft war aber auch eine Spur von Verzweiflung und Ärger herauszuhören, als zum Beispiel das Einlochen im Endkreis komplett danebenging oder der Ball erst nach mehreren Versuchen im Loch untergebracht werden konnte. Eine Steigung mit schmalem Eingang oder eine scharfe Linkskurve, die beide auch mit einem präzisen Bandenschlag zu bezwingen sind, eine Rampe, die auf eine Burg führt und auf deren Plattform der Ball auch liegen bleiben kann, ein schmales Mauseloch, eingebettet zwischen zwei Steinen, oder ein kleiner Hügel inmitten einer zirka 25 Meter langen Rasenfläche, über den der Ball mit einem speziellen Schläger vom Abschlagfeld zum betonierten Endkreis geschlagen werden muss, sind nur ein paar von vielen Hindernissen, die den Spielerinnen und Spielern der niederösterreichischen Landesliga teilweise große Schwierigkeiten bereiteten. Vor dem Bespielen einer Bahn wurden Bälle auf ihre Sprunghöhe getestet, manche mussten wegen der noch kühlen Temperaturen in der Früh sogar in einen Socken getan werden, um die richtige Wärme für eine bestimmte Bahn zu bekommen. Es gibt auch Vereine, die immer einen oder zwei Betreuer mit dabei haben, die bei Bahnen, wo man sich für einen Mannschaftsball entschieden hat, das Präparieren in die Hand nehmen. So in etwa geht es bei einer Bahnengolf-Landesligarunde zu. Seit dem letzten Spieltag im Herbst ist nun doch schon einige Zeit verstrichen und ihr werdet euch bestimmt nicht mehr erinnern können, welche Mannschaften um den Meistertitel spielen und welche um den Abstieg. Um euch das Durchforsten des Archives zu ersparen, wird nun in einem kurzen Rückblick nochmals auf die beiden vergangenen Herbstrunden eingegangen.

Der 1. Spieltag fand Anfang September auf der Miniaturgolfanlage des UBGC Baden statt. Wie erwartet konnten die drei spielstärksten Vereine, der SV OMV Gänserndorf (12 Punkte), der BAC ZV Minigolf (10 Punkte) und der MGC Herzogenburg (8 Punkte), die ersten drei Tabellenplätze einnehmen. Der Heimverein UBGC Baden holte damals 6 Punkte, der BGSC Leobersdorf 4 Punkte, der BGC Krems-Wachau 2 Punkte und der 1. MGC Vösendorf blieb punktelos. Entschieden war zu diesem Zeitpunkt natürlich noch gar nichts. Auch am 2. Spieltag Mitte Oktober in Vösendorf hat sich an den Machtverhältnissen in der höchsten Spielklasse Niederösterreichs kaum etwas geändert, an der Spitze jedoch sehr wohl. Denn mit dem äußerst knappen und hart erkämpften Tagessieg konnte der BAC ZV Minigolf schließlich die Führung übernehmen und der SV OMV Gänserndorf verlor daraufhin einen Platz in der Tabelle. Neu belegt war nun auch Rang 3. Mit dem tollen 2. Platz in Vösendorf gelang es dem UBGC Baden, in der Tabelle einen Platz vorzurücken und die Herzogenburger auf den 4. Rang zurückzudrängen. Einen Platz konnte sich auch der BGC Krems-Wachau in der Tabelle hocharbeiten, während es für den BGSC Leobersdorf nach einem punktelosen 2. Spieltag einen Platz nach unten ging. Am Tabellenende befand sich unverändert der 1. MGC Vösendorf. Um es in Erinnerung zu rufen: Ab dieser Saison ist der Erst- und Zweitplatzierte der Oberliga aufstiegsberechtigt und der Sechst- und Siebtplatzierte der Landesliga muss den Weg in die 2. Liga antreten. Nach einer knapp sechsmonatigen Ligapause war letzten Sonntag der BAC ZV Minigolf als Ausrichter an der Reihe. Gleich vorweg halten wir es für angebracht, mit lobenden Worten nicht zu sparen. Das sehr bemühte, zuvorkommende und hilfsbereite Team rund um Obmann Kevin Feuchtl hat tolle Organisationsarbeit geleistet, die Bahnen super in Schuss gehalten und stets darauf geachtet, dass der Bewerb schnell und flüssig über die Bühne ging. Der BAC ist auf seiner Anlage natürlich immer eine Macht und fast nicht zu schlagen. Daher war auch von vornherein mit einem klaren Tagessieg der Badener zu rechnen, alles andere wäre eine große Überraschung gewesen. Im 1. Durchgang bewegten sich die Ergebnisse größtenteils zwischen 30 und 34 Schlägen, beim BAC jedoch stachen gleich drei Ergebnisse unter 30 heraus. Das überlegene Mannschaftsscore von 180 Schlägen machte den Heimverein letztlich um 12 Rundenpunkte reicher, um Platz 2 entwickelte sich ein harter Zweikampf zwischen den Gänserndorfern und den Herzogenburgern – eine wahre Punkteschlacht, bei der jedes Ass, aber auch jeder Fehler zum Tragen kam. Am Ende waren es nur 2 Schläge, die um den 2. Platz entschieden – der SV OMV Gänserndorf kam zu sechst auf 188 Schläge, der MGC Herzogenburg auf 190. Dahinter duellierten sich der BGC Krems-Wachau und der BGSC Leobersdorf um die Ränge 4 und 5. Und auch das war eine ziemlich enge Sache, bei der es um jeden einzelnen Schlag ging. Da die Kremser den 1. Durchgang mit 2 Schlägen weniger beendeten, konnten sie sich auf dem 4. Rang einreihen und den BGSC Leobersdorf auf den 5. Rang verweisen. Auf Rang 6 und 7 folgten der UBGC Baden und der 1. MGC Vösendorf. Mit den steigenden Temperaturen in Runde 2 wurden auf einmal bessere Ergebnisse gespielt und bei den meisten Mannschaften kam es wieder zu einem Punktegewinn oder –verlust. Der sensationell aufspielende BAC schenkte auch im 2. Durchgang keine Punkte her und erreichte mit der besten Mannschaftsrunde des Tages das Punktemaximum von 12 Rundenpunkten – diesmal allerdings nicht so deutlich wie noch im Durchgang davor, denn der MGC Herzogenburg war mit nur 3 Schlägen Rückstand ganz knapp an ihm dran. Scoremäßig weit abgeschlagen kämpften der SV OMV Gänserndorf, der UBGC Baden und der BGC Krems-Wachau um weitere Punkte und gleichzeitig um den 3. Rang – eine Schlacht, die für alle drei Mannschaften sehr knapp ausging und die letztlich der UBGC Baden mit 192 Schlägen für sich entscheiden konnte. Der 4. Rang ging in dieser Runde an den BGC Krems mit 195 Schlägen, der SV OMV Gänserndorf musste sich mit 199 Schlägen mit dem 5. Rang begnügen. Auf Rang 6 und 7 waren der BGSC Leobersdorf mit 206 Schlägen sowie der 1. MGC Vösendorf mit 223 Schlägen zu finden. In der Schlussrunde war es dann vorbei mit der Dominanz des Gastgebers. Denn nun ließ es der MGC Herzogenburg mit einer ausgezeichneten 175er-Mannschaftsrunde ordentlich scheppern und holte sich das Punktemaximum. Der SV OMV Gänserndorf, den die 199er-Runde kräftig wachgerüttelt hatte, konnte sich dem nicht mehr ganz so starken BAC plötzlich auf Schlagdistanz nähern, was enorme Spannung beim Kampf um Platz 2 aufkommen ließ. Mit knapper Müh und Not schaffte es der Gastgeber, seinen minimalen Vorsprung (1 Schlag) ins Ziel zu bringen und sich den 2. Rang zu sichern. Hinter den Gänserndorfern landeten die Kremser ungefährdet auf dem 4. Rang, während sich der UBGC Baden mit dem BGSC Leobersdorf etwas schwertat und sich am Ende um 4 Schläge geschlagen geben musste. Der 1. MGC Vösendorf blieb in allen drei Durchgängen ohne Punkte und beförderte sich damit ins Out – Fixabsteiger.

In der Tabelle ist es nach dem 3. Spieltag nur zu einer einzigen Rangverschiebung gekommen – der MGC Herzogenburg hat nun mit 22 Punkten den UBGC Baden (20 Punkte) eingeholt und ist neuer Dritter. Ob sich daran noch was ändern wird? Am 28. April bei der Finalrunde in Gänserndorf wissen wir mehr. Ebenso, wer Meister wird. Mit 34 Gesamtpunkten und 6 Punkten Vorsprung ist der BAC dem Meistertitel jedenfalls wieder sehr nahe gekommen und es wird wohl nur noch reine Formsache sein. Für Gänserndorf spricht natürlich der Heimvorteil, der nie zu unterschätzen ist. Aber kann der SV OMV Gänserndorf tatsächlich noch eine Aufholjagd starten? Oder ist die Meisterschaft bereits entschieden? Was entschieden sein dürfte, ist der Kampf um den Abstieg. Hier hat sich der BGC Krems-Wachau doch einen deutlichen Vorsprung herausgespielt – somit muss höchstwahrscheinlich der BGSC Leobersdorf dem 1. MGC Vösendorf in die Oberliga folgen.

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