Bundesländercup Senioren Garsten - BGSC ASKÖ RAIBA Leobersdorf

BGSC ASKÖ RAIBA Leobersdorf
Direkt zum Seiteninhalt
Bundesländercup Senioren in Garsten

Start frei für die „29. Internationale PSV Bahnengolfwoche“ in Garsten, die letztes Wochenende mit einem ultimativen Kracher eröffnet wurde – dem Bundesländercup der Senioren 2019, wo die besten Senioren des Bahnengolfsports mit viel Herzblut und mit ganzer Leidenschaft ihr Hobby ausübten. Garsten ist für solch eine Bahnengolf-Großveranstaltung die optimale Wahl, sind dort ja die besten Voraussetzungen dafür gegeben. Ein geräumiger Aufenthaltsbereich mitsamt Garderobe, Küche, Kantine und sanitären Anlagen sowie ein großer Festsaal mit Bühne, in dem die 18 Holzbahnen jedes Jahr aufgebaut werden, bieten eine Location, die ihresgleichen sucht. Mit dem ganzen Drumherum wird alljährlich ein perfekter Rahmen geschaffen, was den dortigen Turnieren einen ganz besonderen Charakter verleiht. Die Anlage in Garsten, die sich, ohne technische Feinheiten wie „Slice“ oder „Topspin“ anwenden zu müssen, sehr schön spielen lässt, ist in einfachen Worten zu beschreiben: Nach der Handyausgabe betreten die Spielerinnen und Spieler die Bühne des Festsaales, auf der die ersten drei Bahnen u-förmig aufgebaut sind. Von dort führen Stufen hinunter zu Bahn 4, bevor sie nach rechts in einen relativ breiten Nebenraum biegen müssen, wo sich die nächste Bahn befindet. In einem schmalen Korridor links daneben geht es dann mit Bahn 6 weiter, ehe sie durch einen weiteren engen Verbindungsgang zurück in den Saal gelangen, wo die nächsten sechs Bahnen dessen gesamte Rückseite einnehmen. Unmittelbar neben den Zuschauerplätzen bis zur Verbindungstür zum Aufenthaltsraum ruhen die letzten sechs Bahnen auf einem stabilen Untergrund.

Für den diesjährigen Bundesländercup der Senioren standen insgesamt 10 Bundesländer-Mannschaften auf der Nennliste – 5 Mannschaften bei den Seniorinnen und ebenso viele bei den Senioren. Was sehr erfreulich war. Waren in der Messehalle Wieselburg beim letzten Bundesländercup vor etwas mehr als zwei Monaten doch 3 Teams weniger am Start. Gerlinde Krämer, Regine Heschl, Eva Reiländer und Petra Riegler zogen für Niederösterreich in den zweitägigen Wettkampf, bei den Senioren waren es Paul Heschl, Wolfgang Willinger, Günter Würrer, Miodrag Trailovic, Igor Qualich, Egon Stingl und Peter Draxler, die für ihr Bundesland alles gaben. Auch der BGSC Leobersdorf entsandte fünf Akteure zu diesem Bahnengolf-Leckerbissen nach Garsten, die aber alle nur als Einzelspieler angemeldet waren. Am Samstag um 9.00 Uhr startete nicht nur der Bewerb, sondern gleichzeitig auch die Mission Titelverteidigung für Niederösterreichs Seniorinnen-Quartett. Gleich in der Startrunde lag Spannung in der Luft, als sich Niederösterreich mit Wien einen Schlagabtausch lieferte, an dessen Ende der Kampf um die Spitze nur um 2 Schläge zugunsten der Wienerinnen entschieden wurde – ein Rückstand, mit dem unsere Seniorinnen aber gut leben konnten. Genauso gut wie mit dem Ergebnis: 68 Schläge, die auch in Durchgang 2 und 4 erreicht wurden. Nur in Runde 3 fiel das Ergebnis etwas höher aus – 73 Schläge. Vier Rundenergebnisse unter 70 und das gespielte Topscore von Johanna Knotzer, das unter anderem auch eine „18“ enthielt, waren die Zutaten für den Erfolg, die das Wiener Quartett am ersten Bewerbstag unaufhaltsam an die Spitze bugsierten. Dahinter hatte es Niederösterreich auf den 2. Rang geschafft – zwar mit einem doch recht hohen Rückstand auf das führende Bundesland, dafür aber mit einem sicheren Vorsprung auf Oberösterreich, den man nicht mehr aus der Hand geben durfte. Vorarlberg und Tirol lagen weit abgeschlagen zurück und waren schon so gut wie chancenlos. Mit einer ausgezeichneten 131er-Mannschaftsrunde und drei gespielten „20ern“ setzten Niederösterreichs Protagonisten bei den Senioren-Mannschaften gleich zu Beginn ein dickes Ausrufezeichen und führten das Feld mit einem hauchdünnen Vorsprung an. Ihre ersten Verfolger waren die Herren aus Wien mit 2 Schlägen Rückstand. Auch die lagen mit nur einem Schlag Vorsprung ganz knapp vor Vorarlberg. Titelverteidiger Oberösterreich legte einen klassischen Fehlstart hin und landete etwas überraschend nur auf Rang 4. Schon im 2. Durchgang kam es zum ersten Führungswechsel, als sich Vorarlberg mit der besten Mannschaftsrunde des Tages an die Spitze spielte, worauf Niederösterreich mit 2 und Wien mit 4 Schlägen Rückstand je einen Platz abrutschten. Danach gerieten Vorarlberg und Niederösterreich etwas ins Wanken, was dem Titelverteidiger Tür und Tor öffnete. Gnadenlos wurden die Schwächen der Gegner von der Heimmannschaft ausgenutzt, die sich wie aus dem Nichts wieder an ihre Kontrahenten herankämpfen konnte. Und plötzlich übernahm Wien mit 396 Schlägen die Führung, während Vorarlberg mit 407 Schlägen gleich auf den 3. Rang zurückfiel. Mit 408 Schlägen waren die Karten für die Oberösterreicher nun neu gemischt. Denn jetzt waren auch für den Gastgeber die Medaillenränge in greifbare Nähe gerückt. Eine 141er-Runde der Wiener wirbelte im Schlussdurchgang des 1. Tages das Feld erneut durcheinander. Jetzt hatte Vorarlberg wiederum nach einer tollen 4. Runde mit 536 Schlägen die Nase vorn und auch Oberösterreich (539) schob sich mit einem sehr guten Mannschaftsscore zum ersten Mal zwischen Wien (537) und Niederösterreich (540) auf den 3. Rang. Die geringen Abstände zwischen Rang 1 und Rang 4 gaben einen kleinen Vorgeschmack auf das, was uns am 2. Bewerbstag erwarten würde – Spannung pur! Am Tag der Entscheidung brachten ziemlich gleichmäßige Mannschaftsergebnisse bei den Seniorinnen keinerlei Veränderungen mehr und so durften sich am Ende die Wienerinnen verdient die Krone aufsetzen. Niederösterreich holte Silber, Oberösterreich Bronze. Viel spannender verliefen die letzten Turnierstunden bei den Senioren-Mannschaften, hatten hier ja gleich 4 Bundesländer beste Chancen auf den Titel – Tirol war nach dem 1. Tag bereits mit über 100 Schlägen Rückstand das Schlusslicht. Während Vorarlberg mit einem Traumergebnis an der Spitze davonziehen konnte und die Wiener kontinuierlich auf den 4. Rang zusteuerten, waren es zwischen Ober- und Niederösterreich nur Nuancen, die um Platz 2 und 3 entschieden. Letztlich war es in der 5. Runde nur ein einziger Schlag Rückstand, den die NÖ-Auswahl von Silber trennte. Aus diesem konnten sie dann in der Finalrunde einen Vorsprung machen, den sie mit vereinten Kräften auch ins Ziel retteten – Silber für Niederösterreich!

Im Einzelbewerb waren viele „blaue Ergebnisse“ ein prägendes Element dieses Wettkampfes. Aus Niederösterreich schaffte es letztendlich nur eine aufs Stockerl – Gerlinde Krämer, die Staatsmeisterin von 1997, die mit tollen 130 Schlägen und einem Schnitt von 21,7 bei den 1er-Seniorinnen den Sieg erringen konnte. Beste Leobersdorferin war Petra Perischa mit 141 Schlägen, die in derselben Kategorie leider um 3 Schläge das Podest verpasste. Bestplatzierter Leobersdorfer war Manfred Schöller mit ebenfalls 141 Schlägen auf Rang 10 bei den 2er-Senioren.

Wir gratulieren allen Gewinnern und ganz besonders den beiden Teams aus Niederösterreich, die 2x Silber für ihr Bundesland geholt haben!



Zurück zum Seiteninhalt