Wörtherseepokal - Keutschach

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Wörtherseepokal - Keutschach

BGSC ASKÖ Raiba Leobersdorf
Veröffentlicht von Hans-Peter Werner in Pokalturnier · 12 Juni 2022
Das "Wörtherseemandl" war wieder in Österreich unterwegs. Ein ganzes Jahr lang hatte sich der bärtige Gnom im Clubraum des BGSC Leobersdorf eingenistet. Sein Blick war mit Bedacht nach oben gerichtet, ein Finger deutete auf die Decke, als ob er dort etwas Außergewöhnliches erblickt hätte, sein Kleidungsstil war altertümlich und eine Hand ruhte auf einem wasserbefüllten Fass. Wie versteinert stand er über Monate einfach nur da und machte nie Anstalten, sich auch nur einen Schritt von seinem Platz fortzubewegen, geschweige denn Sport zu betreiben. Der kleine Gnom war monatelang einfach nur träge und faul. Und trotzdem war sein Bauch nie dicker geworden und sein Bart nicht einen Zentimeter gewachsen. Familie Perischa beendete letztes Wochenende die Trägheit des Gnoms und nahm ihn mit in seine alte Geburtsheimat Kärnten. Dort angekommen durfte er seinen faulen Lebensstil zwar ungehindert fortsetzen, musste aber zwei Tage lang darum bangen, was mit ihm nun geschehen würde: Entweder dürfe er für die nächsten 12 Monate in seiner geliebten Heimat ansässig bleiben oder er würde wieder von ein paar Leuten mit Schlägern und Bällen in ein anderes Bundesland entführt werden. So viel sei verraten: Für die Kärntner Sagenfigur war es letztlich nur ein Kurztrip in die alte Heimat.

Die Miniaturgolfanlage in Keutschach ist bei den Minigolfern allseits beliebt und besonders für sogenannte "Gefühlsspieler" ein Garten Eden. Noch nie hat man einen so flachen Schrägkreis (mit Hindernis) oder eine so ebene Steilschräge mit V auf einem anderen Minigolfplatz gesehen. Dafür gibt es eine steile Brücke als Schlussbahn, an der schon viele ihren 18er vergeben haben. Den schwersten Schlag erfordert die Stehende Schleife. Hier sind Spielerinnen und Spieler mit präziser Schnitt-Technik gefragt. Der BGSC Leobersdorf strahlte mit 11 Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine unglaubliche Präsenz aus - nicht nur auf der Minigolfwiese, sondern auch bei der Pokalvergabe. Das schon angesprochene "Wörtherseemandl" wurde in der Mannschaftswertung neu ausgespielt. Sportwart Gerhard Perischa erteilte der 1er-Mannschaft den Auftrag, dieses zwergähnliche "Mandl" wieder in den Besitz des BGSC Leobersdorf zu bringen. Eine kostenlose Mitgliedschaft für ein Jahr sowie ein nettes Zuhause im Clubraum wären ihm auf jeden Fall sicher. Mit der Verteidigung des "Wörtherseemandls" hat es am Ende des Turniers leider nicht ganz geklappt. Der UBGC Baden und die Heimmannschaft fuhren schwere Geschütze auf und machten es den Leobersdorfern schwer, bis an die Spitze vordringen zu können. Aber mit 399 Schlägen war nach Durchgang 4 zumindest der 3. Mannschaftsrang im Gesamtklassement gesichert. Zwischen dem 1. KMGC und dem UBGC Baden entwickelte sich ein spannendes Duell um die Statue. Eine rote Schlussrunde der Badener eröffnete dem 1. KMGC die große Chance auf den Sieg. Doch die Kärntner konnten diese nicht verwerten und mussten daher mit Platz 2 vorliebnehmen. Mit dem Sieg der Badener endete gleichzeitig auch das Hoffen und Bangen des "Wörtherseemandls" - für ihn ging es nämlich wider Willen zurück in den Bezirk Baden. In manchen Einzelkategorien war der BGSC Leobersdorf ebenso im Spitzenfeld klassiert. Perischa Petra, Winkler Maria (hat sich über den Sieg bei den Damen besonders gefreut), Corina Perischa, Bauer Regina und Perischa Christian (bester Leobersdorfer mit tollen 89 Schlägen) haben sehr gute Platzierungen in ihren Kategorien erreicht. Auch Sebastian und Florian Perischa, die einzigen Kinder bei diesem Turnier, waren wieder unter den jubelnden Pokalgewinnern. Um etwas Abwechslung in den brütend heißen Trainingstag zu bringen, wurde von den Leobersdorfern das Minimundus in Klagenfurt erkundet und eine Schiffsfahrt am Wörthersee unternommen.




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